Coyote ging durchs Land.
Er fand einen Biber, der am Flussufer unter einem Baum schlief. Coyote hob ihn auf, ohne dass der Biber erwachte, und trug ihn weit weg vom Fluss. Dann schüttelte er ihn und sagte: "Also, alter Mann, wach auf. Ich wusste gar nicht, dass du in einem solch trockenen Land lebst."
Der Biber blickte sich verschlafen um, aber da war nirgendwo ein Fluss zu sehen. "Alter Mann, würdest du mich zum Fluss bringen", bat er Coyote.
"Nein", sagte Coyote, "das werde ich nicht tun. Mein Rücken schmerzt so sehr, dass ich keinen Biber tragen kann." Das war es, was er sagte, und er ging davon. Der Biber fing an, sich abzurollen, und er rollte und rollte, bis er in einen Fluss fiel. Von da an wartete der Biber nur darauf, Coyote diese Schmach heimzuzahlen, und er suchte überall nach ihm.
Endlich fand er Coyote schlafend am Flussufer. Biber hob ihn auf und schwamm mit ihm in den Fluss hinaus zu einer Insel. Dort legte er Coyote hin und weckte ihn auf. "Heh, alter Mann, seit wann lebst du auf einer Insel?"
Coyote sprang auf und sah nur Wasser um sich herum. Er konnte aber nicht schwimmen. "Alter Mann", sagte er, "würdest du mich bitte zum Ufer tragen?"
"Nein, das werde ich nicht tun", sagte der Biber. "Mein Rücken schmerzt. Ich kann keinen Coyoten tragen."
Der Biber ließ sich ins Wasser gleiten und tauchte unter. Da stand der Coyote auf der Insel und wagte es nicht, ins Wasser zu springen. Schließlich tat er es trotzdem. Er trieb lange im Wasser, und als er endlich ans Ufer geschwemmt wurde, war er fast tot.

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