Es waren einmal ein König und eine Königin in ihrem Reiche; dieselben hatten einen Sohn, der Sigurd hieß. Als dieser zehn Jahre alt war, wurde die Königin krank und starb. Der König ließ die Leiche der Königin nach altem Brauche in einen Grabhügel legen, und er saß oft auf demselben und trauerte um sie.
Eines Tages saß der König wie gewöhnlich auf dem Grabhügel der Königin, als er eine vornehm gekleidete Frau erblickte. Er fragte dieselbe um ihren Namen; sie antwortete, daß sie Ingibjörg heiße und sprach zugleich ihre Verwunderung darüber aus, daß der König so allein hier sitze. Dieser erzählte sodann, daß er seine Königin verloren habe und auf ihrem Grabhügel trauere. Die Frau wieder theilte ihrerseits dem Könige mit, daß sie gestern ihren Mann verloren habe, und fügte hinzu, daß es wohl am Besten wäre, wenn sie Beide zusammenziehen würden. Der König fand Gefallen an ihr, lud sie ein, ihm in seinen Palast zu folgen, und wenige Tage darauf hielt er auch schon Hochzeit mit ihr.
Der König gewann wieder sein frohes Gemüth zurück und ritt oft auf die Jagd, um sich zu erlustigen. Sigurd aber liebte seine Stiefmutter sehr und blieb immer bei ihr daheim.
Eines Abends sagte Ingibjörg zu Sigurd:
»Morgen mußt Du mit Deinem Vater auf die Jagd gehen.«
Sigurd jedoch entgegnete, daß er lieber bei ihr daheim bleiben wolle.
Am nächsten Morgen ritt der König auf die Jagd; Sigurd aber war nicht zu bewegen, ihn zu begleiten. Da sagte die Stiefmutter, daß er seinen Ungehorsam noch zu bereuen haben werde und daß er besser thun würde, ihr in Zukunft zu gehorchen.
Als der König fortgeritten war, verbarg sie Sigurd unter ihrem Bette und sagte ihm, daß er hier zu bleiben habe, bis sie ihn rufen würde. Bald darauf hörte Sigurd ein gewaltiges Gedröhn, so daß der Boden bebte, und sah sodann ein Riesenweib bis zu den Knöcheln in der Erde watend in das Zimmer kommen. Dasselbe sagte:
»Sei gegrüßt, Schwester Ingibjörg. Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
»Nein«, antwortete Ingibjörg, »er ritt heute Morgens mit seinem Vater in den Wald hinaus, um sich zu erlustigen.«
Ingibjörg deckte sodann für ihre Schwester den Tisch und setzte ihr Speisen vor. Als sie beide gegessen hatten, sprach die Riesin zu ihrer Schwester:
»Ich danke Dir für den besten Leckerbissen, das beste Lamm, die beste Kanne Bier und den besten Trank. Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
Ingibjörg verneinte die Frage. Hierauf nahm die Riesin von ihrer Schwester Abschied und ging fort. Da sagte Ingibjörg zu Sigurd, daß er jetzt aus seinem Versteck hervorkommen könne.
Der König kam Abends von der Jagd zurück und wußte nichts von dem, was vorgegangen war. Am nächsten Morgen bat Ingibjörg abermals den Königssohn, daß er doch endlich mit seinem Vater auf die Jagd gehen möchte. Allein Sigurd antwortete dasselbe wie am Tage vorher und sagte, er wolle lieber daheim bei seiner Stiefmutter bleiben.
Der König ritt wieder allein auf die Jagd. Ingibjörg verbarg jetzt Sigurd unter dem Tische und zeigte großen Unwillen darüber, daß er ihr auch dieses Mal nicht gehorcht habe. Da erbebte der Boden und es kam abermals ein Riesenweib, das bis zu den Waden hinauf in der Erde watete, in das Zimmer und sagte:
»Sei gegrüßt, Schwester Ingibjörg. Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
»Nein«, antwortete Ingibjörg, »er ritt heute Morgens mit seinem Vater fort, um sich zu erlustigen.«
Ingibjörg deckte wieder für ihre Schwester auf und als sie sich satt gegessen hatten, erhob sich die Riesin und sagte:
»Ich danke Dir für den besten Leckerbissen, das beste Lamm, die beste Kanne Bier und den besten Trank. Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
Ingibjörg verneinte die Frage und hierauf nahmen sie von einander Abschied.
Nun kroch Sigurd wieder aus seinem Versteck hervor. Ingibjörg sagte, es sei von größter Wichtigkeit, daß er morgen nicht zu Hause bleibe; der Königssohn entgegnete jedoch, daß ihm dies wohl niemals Schaden bringen werde.
Als am nächsten Morgen der König sich anschickte, fortzureiten, kam Ingibjörg zu Sigurd und bat ihn flehentlich, doch heute mit seinem Vater zu gehen. Aber Sigurd blieb allen ihren Bitten gegenüber taub.
Als der König fortgeritten war, verbarg Ingibjörg den Sigurd zwischen dem Getäfel und der Wand. Da begann wieder der Erdboden zu beben und es kam eine Riesin, die aber bis zu den Knien hinauf in der Erde watete, zu der Thüre herein. Sie sprach mit fürchterlicher Stimme:
»Sei gegrüßt, Schwester Ingibjörg! Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
»Nein«, entgegnete Ingibjörg, »er ist draußen im Walde, um sich zu erlustigen.«
»Das ist eine Lüge«, schrie die Riesin und sie zankten sich herum, bis Ingibjörg hoch und theuer versicherte, daß er nicht zu Hause sei.
Ingibjörg deckte hierauf den Tisch für ihre Schwester und nachdem sie gespeist hatten, sagte die Riesin:
»Ich danke Dir für den besten Leckerbissen, das beste Lamm, die beste Kanne Bier und den besten Trank. Ist der Königssohn Sigurd zu Hause?«
»Nein«, antwortete Ingibjörg, »ich habe Dir doch schon früher gesagt, daß er heute Morgens mit seinem Vater fortgeritten ist, um sich zu erlustigen.«
Da schrie die Riesin mit Donnerstimme:
»Ist er so nahe, daß er meine Worte hört, so lege ich den Zauber auf ihn, daß er halb verbrannt und halb verdorrt werde und nicht früher zu Rast oder Ruhe komme, bevor er mich findet.«
Nach diesen Worten ging sie ihrer Wege.
Ingibjörg holte nun Sigurd aus seinem Versteck hervor und er war da halb verbrannt und halb verdorrt.
»Da kannst Du jetzt sehen, wie es Dir erging«, sagte sie; »aber wir dürfen nun keine Zeit verlieren, denn Dein Vater wird bald nach Hause kommen.«
Sie nahm einen Knäuel aus einer Kiste, desgleichen drei goldene Ringe und sagte zu Sigurd:
»Wenn Du diesen Knäuel auf die Erde fallen läßt, wird er anfangen zu rollen bis er bei einigen Felsen liegen bleibt. Da wirst Du eine Riesin aus dem Felsen hervor kommen sehen; diese ist meine erste Schwester. Sie wird auf Dich hinabrufen und sagen: Ah, das ist herrlich! da ist der Königssohn Sigurd gekommen; der soll heute Abend in den Topf. - Aber Du brauchst deshalb nicht den Muth zu verlieren. Sie wird Dich sodann mit einem Bootshaken zu sich hinauf ziehen. Grüße sie von mir und gib ihr den kleinsten von den goldenen Ringen; sie wird seelenvergnügt werden, wenn sie das Gold sieht, und Dich zu einem Ringkampf auffordern; wenn Du dann ermattet bist, wird sie Dir anbieten, aus einem Horne zu trinken, bis Du solche Kräfte bekommst, daß Du sie überwindest. Sie wird Dich hierauf bis zum nächsten Morgen bei sich behalten. Auf gleiche Weise werden auch meine beiden anderen Schwestern mit Dir verfahren. Vor allen Dingen aber merke Dir: wenn mein Hund zu Dir kommt, seine Pfoten auf Dich legt und Thränen über seine Schnautze niederfließen, so beeile Dich nach Hause zu kommen, denn dann ist mein Leben in Gefahr; vergiß da nicht auf deine Stiefmutter!«
Hierauf ließ Ingibjörg den Knäuel zur Erde fallen und Sigurd nahm rührenden Abschied von ihr.
Am Abend desselben Tages blieb der Knäuel bei den ersten Felsen liegen und Sigurd sah auf den Felsabhang eine Riesin hervorkommen. Als sie Sigurd erblickte, rief sie:
»Ah, das ist herrlich! da ist der Königssohn Sigurd gekommen; der soll heute Abend in den Topf! Herauf mit Dir, Kamerad! komm' und ringe mit mir!«
Bei diesen Worten langte sie mit einem Bootshaken hinab und zog Sigurd zu sich hinauf. Dieser meldete ihr den Gruß ihrer Schwester und gab ihr den kleinsten von seinen goldenen Ringen. Die Riesin wurde seelenvergnügt, als sie das Gold sah und forderte Sigurd auf mit ihr zu ringen. Als sie merkte, daß er ermattete, gab sie ihm aus einem Horne zu trinken, bis er die richtige Stärke erhielt.
Am nächsten Tage warf er wieder den Knäuel auf die Erde und derselbe blieb abermals bei mehreren Felsen liegen. Sigurd blickte umher und sah bald eine Riesin aus dem Felsen hervorkommen, welche von größerem Wuchse war, als die erste. Diese rief laut auf ihn herab:
»Ah, das ist herrlich! Da ist der Königssohn Sigurd gekommen; der soll heute Abend in den Topf! Auf, Kamerad! komm' und ringe mit mir!«
Zugleich zog sie Sigurd zu sich hinauf. Er meldete ihr den Gruß seiner Stiefmutter und gab ihr den zweitgrößten goldenen Ring. Die Riesin war außerordentlich erfreut, als sie das Gold sah, und forderte ihn auf zu einem Ringkampfe. Als sie merkte, daß er ermattete, gab sie ihm aus einem Horne zu trinken, und zwar so lange, bis er so stark wurde, daß er sie mit einer Hand zu Boden werfen konnte.
Am Morgen des dritten Tages legte er seinen Knäuel wieder auf die Erde und derselbe rollte, bis er bei dem dritten Felsen liegen blieb. Sigurd blickte nach oben und sah bald eine gräßliche Riesin auf den Abhang des Felsens hervortreten. Als dieselbe Sigurd gewahrte, rief sie:
»Ah, das ist herrlich! Da ist der Königssohn Sigurd gekommen; der soll heute Abend in den Topf! Auf, Kamerad! komm' und ringe mit mir!«
Zugleich zog sie ihn zu sich hinauf. Sigurd meldete den Gruß seiner Stiefmutter und gab ihr den dritten goldenen Ring. Die Riesin war unendlich erfreut über das rothe Gold und forderte Sigurd zu einem Ringkampf mit ihr auf. Als sie merkte, daß ihn seine Kräfte verließen, gab sie ihm aus einem Horne zu trinken, bis er sie dahinbrachte, daß sie auf die Knie fiel. Da sagte die Riesin zu ihm:
»Nicht weit von hier ist ein See; geh' dahin; Du wirst dort ein kleines Mädchen sehen, welches mit einem Kahne spielt. Trachte mit diesem Mädchen gut Freund zu werden. Hier hast Du einen kleinen goldenen Ring; gib ihr denselben, das wird Dir von Nutzen sein. Du hast ja Deine Kräfte wiedergewonnen und Deine Unternehmungen werden Dir sicherlich sehr gut gelingen.«
Hierauf schieden sie von einander und Sigurd ging nun so lange, bis er zu dem See kam, von welchem ihm die Riesin gesprochen hatte. Hier sah er ein Mädchen, welches mit einem Kahne spielte. Er näherte sich demselben und fragte es um seinen Namen.
Sie heiße Helga und ihre Eltern wohnten nicht weit von hier, erhielt er zur Antwort.
Sigurd schenkte ihr den Ring und schlug ihr vor, daß sie mit ihm zusammen spielen sollte. Sie spielten denn auch zusammen den Rest des Tages hindurch. Als Helga des Abends nach Hause gehen wollte, bat er sie, daß er mit ihr gehen dürfe. Sie erwiederte jedoch, daß sie ihm dies nicht erlauben könne, da es keinem Fremden gelinge, in das Haus zu kommen, ohne daß ihr Vater es bemerke.
Sie ließ aber Sigurd gleichwohl mit kommen; bevor sie jedoch in das Haus eintrat, hielt sie ihren Handschuh über ihn und in demselben Augenblicke war Sigurd in ein Büschel Wolle verwandelt, welches Helga unter dem Arme in das Haus trug und in ihr Bett hinauf warf. In diesem Augenblicke stürmte auch schon ihr Vater herein, roch und suchte in allen Winkeln und schrie:
»Es riecht hier nach Menschen! Was hast Du da auf das Bett hinaufgeworfen, meine Tochter?«
»Es war nur ein Wollbüschel«, antwortete Helga.
»Vielleicht war es dann das!« sagte der Alte.
Es verging die Nacht und als Helga des Morgens fortging, um zu spielen, nahm sie das Wollbüschel mit. Als sie zum See kam, hielt sie wieder ihren Handschuh über dasselbe und Sigurd bekam wieder seine frühere Gestalt. Sie unterhielten sich zusammen den ganzen Tag hindurch. Als sie Abends nach Hause gingen, sagte Helga zu Sigurd:
»Morgen werden wir mehr Freiheit zum Spielen haben; denn mein Vater geht in die Kirche und wir können zu Hause bleiben.«
Als sie vor dem Hause ankamen, schwang Helga ihren Handschuh über Sigurd und er wurde wieder in ein Büschel Wolle verwandelt, welches sie in das Bett hinauf warf.
Am nächsten Morgen ging Helga's Vater fort nach der Kirche. Sowie er sich entfernt hatte, erhob Helga ihren Handschuh über das Wollbüschel und Sigurd erhielt wieder seine natürliche Gestalt. Sie unterhielten sich nun zusammen, indem Helga dem Sigurd ein Zimmer nach dem anderen zeigte; denn ihr Vater hatte ihr alle Schlüssel übergeben, als er fortging.
Sigurd bemerkte zum Schluß, daß sich unter den Schlüsseln noch einer befand, mit dem Helga kein Zimmer aufgeschlossen hatte; er fragte sie deshalb, für welches Zimmer dieser Schlüssel gehöre.
Helga antwortete ihm, es sei dies ein besonderer Schlüssel.
»Ja, darin hast Du wohl recht«, sagte Sigurd; »allein Du hast doch nichts dagegen, mir auch das Zimmer zu zeigen, welches derselbe aufschließt.«
In diesem Augenblicke fiel sein Blick auf eine eiserne Thür und er bat nun Helga auf das Inständigste, ihm dieses Zimmer zu zeigen.
Helga antwortete, daß sie dies nicht dürfe, und wenn sie es schon thue, die Thür nur ganz wenig öffnen könne.
Sigurd entgegnete, daß dies ja genug sein würde.
Während aber Helga die Thüre öffnete, stieß er sie ganz auf und trat ein. - Er sah in dem Zimmer ein prächtig aufgesatteltes Pferd stehen, über welchem ein reich mit Gold verziertes Schwert hing, auf dessen Griff folgende Worte eingeritzt waren:
»Wer auf diesem Roße sitzt und sich mit diesem Schwerte umgürtet, dem wird das Glück folgen.«
Sigurd bat Helga, daß sie ihm gestatten möchte, ein Mal auf diesem Pferde mit der ganzen prächtigen Ausrüstung um das Haus herum zu reiten.
Helga antwortete, daß dies auf keine Weise angehen könne.
Sigurd drang aber so lange mit den schmeichelndsten Worten in sie, bis sie endlich seinen Bitten nachgab. Sie sagte ihm jetzt auch, daß das Pferd Gullfaxi (Goldmähne) und das Schwert Gunnfjödur (Kampffeder) heißen, und fügte hinzu:
»Hier sind ein Zweig, ein Stein und ein Stock, welche zu dem Uebrigen gehören. Wenn man auf dem Pferde sitzt und von seinem Feinde verfolgt oder am Leben bedroht wird, so braucht man nur den Zweig hinter sich zu werfen, denn derselbe verwandelt sich sogleich in einen großen Wald; und wenn der Feind gleichwohl von der Verfolgung nicht absteht, so braucht man nur den Stock zu nehmen und damit auf die entgegengesetzte Seite des Steines, welche weiß ist, zu stoßen; es kommt dann ein so heftiges Hagelwetter, daß Derjenige, welcher Einen verfolgt, dabei umkommt.«
Nachdem Helga dem Sigurd all' dies mitgetheilt hatte, erlaubte sie ihm auf sein inständiges Bitten, nur ein einziges Mal mit Stein, Zweig und Stock um das Haus herum zu reiten. Als aber Sigurd ein Mal um das Haus geritten war, sprengte er davon.
Bald darauf kam Helga's Vater nach Hause und sah, daß seine Tochter weinte. Er fragte sie, aus welchem Grunde sie weine, und sie erzählte nun Alles, was sich zugetragen hatte. Da fing er augenblicklich an aus allen Kräften dem Jüngling auf Gullfaxi nachzulaufen.
Sigurd sah sich um und erblickte den Riesen hinter sich; da warf er den Zweig hinter sich und sogleich schoß ein ungeheurer und dichter Wald zwischen ihm und dem Riesen empor, so daß dieser genöthigt war, um eine Axt nach Hause zu laufen und sich durch den dichten Wald durchzuhauen.
Als Sigurd sich zum zweiten Mal umsah, war der Riese schon wieder so nahe gekommen, daß er beinahe den Schweif des Pferdes berühren konnte. Da wandte er sich um und stieß mit dem Stock auf die weiße Fläche des Steines. Da brach ein so heftiges Hagelwetter hinter ihm los, daß der Riese dabei umkam. Hätte er jedoch auf den Stein gestoßen, ohne sich umzuwenden, so würde ihm das Hagelwetter in's Gesicht gekommen sein und ihn getödtet haben.
Sigurd ritt nun weiter. Da kam die Hündin seiner Stiefmutter auf ihn zu gerannt und er sah, daß dem Thiere die Thränen über die Schnauze rannen. Da ritt er aus allen Kräften nach Hause zu seiner Stiefmutter und als er ankam, sah er, daß neun Knechte dieselbe an einen Holzpflock festgebunden hatten und verbrennen wollten.
Sigurd sprang, das Schwert Gunnfjödur in der Hand, blitzschnell vom Pferde, stürzte auf die Knechte los und tödtete sie alle. Hierauf befreite er seine Stiefmutter von ihren Fesseln, setzte sie auf das Pferd und begab sich heim zu seinem Vater.
Der König war aus Kummer krank geworden und lag im Bette ohne eine Speise zu sich zu nehmen; als er aber seinen Sohn erblickte, war er ganz außer sich vor Freude. Sigurd erzählte ihm alle seine Erlebnisse; der König aber hatte geglaubt, daß seine Stiefmutter ihn um's Leben gebracht habe.
Hierauf ritt Sigurd fort um Helga zu holen. Er wurde später König und sie seine Königin.

Sie lebten lange und glücklich,
Hatten Kinder und Kindeskinder,
Gruben Wurzeln und Kräuter
Und nun weiß ich die Geschichte nicht mehr weiter.


[Island: Jos. Cal. Poestion: Isländische Märchen]
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