Es war einmal ein Bauer, der konnte mit dem Schichten seiner Garben neben der Dreschtenne nicht zurecht kommen, denn so oft er auch dachte, daß er sie recht fest aufeinander geschichtet habe, fand er sie bald darauf wieder zusammengefallen. Da fragte er bei seinen Nachbarn nach, wer es wohl sein möchte, der ihm seine Garben umwürfe, und einer davon sagte ihm, daß dies die Elfen wären, und daß er, um sie zu fangen, die Garben im Kreise auf die Tenne legen und sich in die Mitte setzen solle; wenn dann die Elfen kämen und zu tanzen anfingen, so solle er der Vortänzerin das Tuch wegnehmen, das sie in der Hand schwinge.
Der Bauer tat, wie ihm sein Nachbar geraten hatte, und als die Elfen kamen und zu tanzen anfingen, sprang er auf und riß der Vortänzerin das Tuch aus der Hand. Da liefen die andern weg.
Die Elfin aber, der das Tuch gehörte, verlangte dies von ihm, und er gab es ihr unter der Bedingung, daß sie seine Frau würde. Die Elfin willigte ein, heiratete ihn und gebar ihm ein Kind.
Darauf kamen die andern Elfen und sagten zu ihr: »Komm wieder zu uns.« Sie aber antwortete: »Ich kann nicht, denn ich habe einen Mann und ein Kind.« »So nimm sie doch mit dir,« erwiderten jene. Darauf nahm die Elfin ihren Mann und ihr Kind und ging mit ihnen zu den Elfen.


[Griechenland: Johann Georg von Hahn: Griechische und Albanesische Märchen]

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