Die Schnitter von Son Forteza verliessen eines Morgens ihre Häuser und gingen zum mähen, sie trafen Mauren, aber diese hatten Furcht vor den Sicheln und sagten ihnen nichts.
Die Schnitter kehrten sogleich um, zu den Häusern zurückgehen, und zu sagen, dass man vor den Mauren auf der Hut sei, aber schon war es zu spät. Die Mauren waren ihnen zuvorgekommen und hatten den Pächter gefangen genommen. Als die Schnitter sahen, dass der Pächter fortgeführt werde, gingen sie sofort zu dem Sohne, der sich auf einem eingezäunten Felde, in der Nähe, befand.
Als der Sohn das vernahm geht er nach Hause und nimmt ein Pferd mit weissem Gesichte und ein Stück von einem Säbel und eine Flinte ohne Schloss und jagte hinter den Mauren her. Als er sie fand, rannte er den einen um, warf den andern zu Boden und verwirrte sie alle mit seinem Pferde, sie entflohen und er befreite seinen Vater. Die Mauren fanden dann einen Hirten am Meeresufer und sie führten ihn mit sich nach Algier. Dort, man weiss nicht was er arbeitete, er verdiente jedoch so viel Geld, dass es genügend war, um sich loszukaufen und er kehrte nach Mallorca zurück.
 

[Katalonien: Erzherzog Ludwig Salvator: Märchen aus Mallorca]
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