Es war einmal ein Mann, der hatte immer eine schöne Feder am Hut. Diese Feder war so hübsch, dass sie jedermann sofort auffiel. So geschah es immer mal wieder, dass jemand den Mann ansprach: „Oh mein Herr, das ist ja eine schöne Feder. Wo habt Ihr die den her?“ Da der Mann ein wenig mürrisch und wortkarg war pflegte er in solchen Fällen nur zu sagen: Gefunden. Basta!“
Andere interessierte viel mehr, aus welchem Grund der Mann eine Feder an seinem Hut trage. Auch für diese hatte er eine mürrische Antwort parat: „Schön. Basta!
Der Mann mit der Feder am Hut ärgerte sich über diese Fragen. Denn er wollte nichts mehr, als in Ruhe gelassen zu werden. Irgendwann wurde es ihm zu viel und entfernte die Feder. Am selben Tag verließ der Mann mit dem Hut, an dem jetzt keine Feder mehr war das Haus um Brot zu kaufen. Dem Bäcker blieb das Fehlen der Feder natürlich nicht verborgen. Also fragte er den Mann:
„Herr, wo ist Eure Feder?“
“Weg. Basta!“
„Habt Ihr sie verloren?“
„Nein. Basta!“
„Aber warum tragt Ihr sie nicht mehr? Es war so eine hübsche Feder.“
„BASTA!!!“, schrie der Mann und schlug mit der Faust auf die Brottheke. Dann nahm er sein Brot und ging wütend nach Hause.
Der Bäcker erzählte davon dem Schneider. Der wollte es zunächst nicht glauben. Trotzdem erzählte er dem Schmied und dem Jäger was er erfahren hatte. Diese erzählten es den Waschweibern, dem Barbier und dem Wirt, und bald wusste es das ganze Dorf.
So kam es, dass sich alle vor dem Haus des Mannes trafen, von dem man sich erzählte, die Feder sei verschwunden, um zu erfahren ob dies wahr sei. Sie klopften an der Tür des Mannes , sie klopften an seinem Fenster. Sie riefen tausend Fragen zu ihm rein. Der Mann mit dem Hut tat so, als höre er es nicht, aber in Wirklichkeit zitterte er mittlerweile vor Wut, weil er nicht seine Ruhe hatte. Er hoffte, die Menge würde verschwinden, doch das tat sie nicht. Als er irgendwann sein Fenster öffnete und die Feder in die Luft hielt, jubelten die Leute. Dann erst sahen sie die Fackel in seiner anderen Hand und im nächsten Moment war die nichts als Asche die vom Wind weggetragen wurde.
“Basta!!!“, brüllte ihnen der Mann mit dem Hut entgegen und knallte das Fenster wieder zu.
Betroffen gingen die Menschen nach Hause. In den folgenden Tagen gingen sie wieder ihrem Tagesgeschäft nach. Über das Ereignis wurde nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt.

Eines Tages klopfte es an der Tür des Mannes mit dem Hut. Er öffnete sie, um die Störenfriede zum Teufel zu jagen. Aber dort war niemand, nur ein Paket. Neugierig nahm er es mit ins Haus. Darin fand er eine kleine Hübsche Feder und ein Hemd. Darauf waren die Worte gestickt:

Ich trage diese Feder, weil sie schön ist. Basta!

Quelle:
(C: Tyrarachsa)

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 1.00 (1 Vote)

Besucher: Heute 108 | Gestern 952 | Insgesamt 5080703

Aktuell sind 23 Gäste und keine Mitglieder online