Am Heiligen Abend spazierte Engel Lena traurig durch die Wolken. Der Weihnachtsmann hatte ihr einen Auftrag erteilt, aber Lena hatte nicht richtig zugehört. Sie war mit ihren Gedanken nicht bei der Sache. Nun wusste sie nicht mehr, was sie tun sollte. Als sie in den Himmel blickte, erstrahlten alle Sterne, nur einer nicht.
Lena flog zu ihm hin und fragte: „Warum strahlst du nicht?“
Der Stern sah sie traurig an und antwortete: “Mich hat man vergessen zu putzen.“
Da fiel ihr plötzlich ein, dass es ihr Auftrag war, den sie vergessen hatte auszuführen.
„Tut mir leid, das ist meine Schuld. Ich sollte dich putzen, aber ich habe es vergessen."
Das Engelchen flog sofort los und holte die Putzsachen. Sie putzte und wienerte den Stern blitzeblank. Als sie damit fertig war, blinkte er zwar, aber nicht so hell wie die anderen Sterne. Lena war enttäuscht und dachte:
„Was habe ich falsch gemacht?“
Da antwortete der kleine Stern: „Ich habe zu wenig Sternenstaub.“
„Und wo finde ich den?“, wollte Lena wissen. Der kleine Stern überlegte. „Den findest du in der dritten Wolke rechts.“ Sofort flog das Engelchen los und gleich darauf hatte sie die Wolke gefunden.
Aber wo sollte sie nach dem Sternenstaub suchen?
Da fragte sie die Wolke selbst danach: „Liebe Wolke, ich brauche dringend etwas Sternenstaub. Wo finde ich den?“
Die Wolke teilte sich und machte ihr einen Weg frei. Am Ende des Weges stand ein Fässchen. „Hier hast du ein kleines Beutelchen, nimm dir so viel du willst“, sagte die Wolke.
Das Engelchen war überglücklich und füllte das Beutelchen randvoll. Sie bedankte sich bei der netten Wolke und flog schnell zurück zum Stern. Sie musste sich nun beeilen, denn es war schon sehr spät geworden. Da fiel ihr zu allem Unglück auch noch das Beutelchen aus der Hand und drohte auf die Erde zu fallen.
Da erschien plötzlich der Weihnachtmann auf seinem Schlitten. Als er das Beutelchen fallen sah, machte er eine scharfe Kurve, dabei wäre er fast aus dem Schlitten gefallen. Aber er hatte es aufgefangen. Nachdem Lena dem Weihnachtsmann alles gebeichtet hatte, versprach sie ihm, in Zukunft besser hinzuhören.

Bei ihrem Stern angekommen, bestreute sie ihn mit so viel Sternenstaub, dass er der hellste Stern am Heiligabend war.

 

Anna-Lena Schaefer

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