In den alten Zeiten war im Bohujtal ein Dorf, das später nach Kraschowa ist verlegt worden;das Dorf Kraschowa lag also früher in der Bohuj. Man kennt noch den Ort, wo die Häuser des alten Dorfes standen; eine Getreide – und eine Sägemühle waren auch vorhanden. Im Wasser des Bohujbaches hat man eine gußeiserne Glocke gefunden; diese hängt heute im Glockenturm des Kapellenberges in Kraschowa. Eine Anhöhe in der Nähe des alten Dorfes heißt Strascha – die Wacht. Von hier aus lugten die Wächter ins Land. Wenn die Türken nahten, gaben sie ein Zeichen mit der Glocke, und dann versteckten die Leute ihre Frucht und all ihr Hab und gut in der Höhle, sie selbst aber flüchteten in den Wald. Manchmal mußten sie längere Zeit im Walde bleiben, und dann nährten sie sich kümmerlich von der Rinde der Buche, die sie zwischen Steinen zu Mehl rieben.

Sage aus dem Banater Bergland