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Märchenbasar

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Blaumützchen

Einst lebte am Ortsrand ein kleiner Junge mit seinen Eltern. Er war ein aufgewecktes, wissbegieriges Kerlchen. Da es stets eine blaue Mütze trug und sie auch beim Schlafen nicht absetzte, bekam der Junge den Kosenamen „Blaumützchen“. Er liebte es, wenn ihm seine Mutter Geschichten erzählte. Rotkäppchen war sein Lieblingsmärchen. Besonders gerne hörte er die Stelle, als der Förster dem Wolf den Bauch aufschnitt und das Mädchen und die Großmutter rettete. Dass er den Bauch dann mit Wackersteinen füllte, das brachte Blaumützchen immer zum Lachen. Der kleine Kerl wollte immer alles ganz genau wissen. So wusste er inzwischen, dass das Märchen in seiner Gegend spielte und der Wolfsbau gar nicht weit von ihrem Haus entfernt lag. Der kleine Naseweis bekam nie genug und wollte mehr Einzelheiten erfahren. Seine Mutter erfüllte ihm gern seine Wünsche, denn sie liebte ihren Sohn. Eines Tages, Blaumützchen hatte gerade seinen neunten Geburtstag gefeiert, da kam ihm ein Gedanke. „Heute gehe ich allein zum Großvater durch den Märchenwald. Vielleicht finde ich die Wolfhöhle und das böse Tier, welches die Großmutter und Rotkäppchen gefressen hatte. Mir kann ja nichts passieren. Ich nehme einfach mein Geburtstagsgeschenk mit, davor wird der Wolf schon Angst bekommen“, dachte er. Von seinem Großvater, der Förster im örtlichen Wald war, hatte der Junge einen Dolch, den man Hirschfänger nennt, geschenkt bekommen. Mit solch einem Messer hatte der alte Jäger im Märchen dem Wolf den Bauch aufgeschnitten. Voller Unternehmungsgeist ging Blaumützchen schnurstracks in den Märchenwald. Er brauchte nicht lange suchen, denn der Wolf lag schlafend vor seinem Bau. An seinem Bauch erkannte der Junge, dass es dasselbe Tier sein musste, von dem Rotkäppchen erzählte. Langsam ging er an dem bösen Wolf vorbei, seinen Hirschfänger in der Hand. Immer noch schnarchte der Wolf. Da trat Blaumützchen auf einen Zweig. Ein lautes Knacken! Isegrim wachte auf und sah den Jungen. Dieser erschrak fürchterlich, als er in die funkelnden Augen des Wolfes sah. „Wer bist du?“, knurrte Isegrim. “Ich bin Blaumützchen.“ „Das gibt es doch nicht!“, brüllte der Wolf und betrachtete die blaue Kappe des Jungen. „Vor langer Zeit habe ich mal ein Mädchen mit einer roten Kappe verschlungen. Das weiß ich noch so genau, denn seit damals habe ich ein fürchterliches Rumpeln und Pumpeln in meinem Bauch, so dass ich mir geschworen habe, kein Menschenfleisch mehr zu fressen!“ Blaumützchen wusste natürlich genau, was in dem Bauch des Wolfes rumpelte und pumpelte, nämlich die Wackersteine. Doch er verriet es dem alten, zotteligen Tier nicht. „Was machst du eigentlich hier?“, fragte Isegrim. „Ich bin vom Weg abgekommen und will zu meinem Großvater, dem Förster.“ Doch der Wolf hörte gar nicht richtig zu, denn er grübelte immer noch über den Namen Rotkäppchen nach. „Du willst also zum Förster“, wiederholte er nach einiger Zeit. „Dann musst du nach links gehen, durch den Märchenwald. Das ist der kürzeste Weg. Aber pass auf! Es laufen andere Tiere meiner Art im Wald herum, die noch Menschen fressen. Doch nicht nur sie können dir gefährlich werden, sondern auch Märchengestalten wie die Hexe Hex oder Zauberer

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