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Märchenbasar

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Oletschka

Irgendwo in einem Zarenreich, in einem fernen Reich, lebten einst ein Zar und eine Zarin, die hatten eine Tochter mit Namen Oletschka. Die Zarin aber starb, und da nahm der Zar eine zweite Frau, doch die war über alle Maßen böse. Sie liebte die Stieftochter nicht und wollte sie um jeden Preis umbringen. Oletschka war sehr schön, die Zarin aber wollte schöner sein als alle. Und eines Tages, als sie sich schmückte, nahm sie ihr geliebtes Spieglein in die Hand und befragte es: »Spieglein, mein teures, sag mir die Wahrheit, verbirg mir nichts: bin ich in aller Welt die Schönste, die Rosigste und die Weißeste?« Das Spieglein antwortete ihr und sprach: »Schöner als alle in der Welt und rosiger und weißer ist die wunderschöne Olga- Zarewna.« Bauz! warf sie den Spiegel auf den Boden, daß er zerbrach. Am nächsten Tage setzte sich die Zarin vor ein anderes Spieglein, um sich zu schmücken, und befragte es: »Spieglein, mein teures, sag mir die Wahrheit, verbirg mir nichts: bin ich in aller Welt die Schönste, die Rosigste und die Weißeste?« Aber auch dieses Spieglein gab ihr zur Antwort: »Schöner als alle in der Welt und rosiger und weißer ist die wunderschöne Olga-Zarewna.« Bauz! warf sie den Spiegel auf den Boden, daß er zerbrach. Am dritten Tage setzte sich die Zarin wiederum vor ein Spieglein hin und befragte es: »Spieglein, mein teures, sag mir die volle Wahrheit, verbirg mir nichts: bin ich in aller Welt die Schönste, die Rosigste und die Weißeste?« Das Spieglein antwortete ihr und sprach: »Schöner als alle in der Welt und rosiger und weißer ist die wunderschöne Olga-Zarewna.« Bauz! warf sie auch dieses Spieglein auf den Boden, daß es zerbrach. Nun hielt’s die Zarin aber nicht länger aus und schickte nach einer Hexe. Die Hexe kam und fragte: »Was willst du von mir, Mütterchen-Zarin?« – »Dieses will ich von dir, Großmütterchen: meine Stieftochter ist mir zuwider geworden, wie könnte man sie wohl aus der Welt schaffen?« – »Ach, Mütterchen, das ist ein schweres Stück! Großes Unheil wird uns vom Zaren kommen, wenn er davon erfährt. Aber es ist nichts zu machen, dir muß geholfen werden. Schicke sie auf das freie Feld spazierenzufahren und befiehl, sie in den dunklen Wald zu führen und dort zu töten. Damit du aber gewiß weißt, daß sie getötet ist, laß mit ihrem Blut ein Tüchlein tränken und es dir bringen.« Da schickte die Zarin Oletschka mit ihrer Wärterin auf das Feld und befahl dem Kutscher und der Wärterin strengstens, in den dunklen Wald zu fahren, die Stieftochter dort zu töten und ein Tüchlein mit ihrem Blut zu tränken. Und so geschah es. Sie fuhren lange, lange und kamen in den dunklen Wald. Doch dem Kutscher und der Wärterin tat Oletschka leid, weil sie so sanft und gut war. Was konnten sie aber tun? Wie sollten sie den Jammer abwenden? Sie hatten im Sinn, ein Tier an ihrer Stelle zu töten, aber Tierblut gleicht nicht Menschenblut. Da bedachten sie sich lange und beschlossen, zwei Tauben zu

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