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Märchenbasar

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Tiere und Menschen

Es war einmal ein Mann, der für sich und die Seinen die Tiere des Waldes und Feldes fing in Fallen, damit sie Fleisch zu essen hatten. Er war sehr geschickt im Erfinden neuer Fallen; daher konnte er täglich Fleisch essen; denn sobald er eine Falle gestellt hatte, fing sich ein Tier darin. Eines Tages, als er wieder hinging, um zu sehen, was sich in seiner Falle gefangen hatte, fand er einen Affen darin. Er wollte ihn töten; aber der Affe sprach: »Schone meiner, du Kind des Menschen; laß mir das Leben. Rette du mich vor dem Regen, so kann ich dich vielleicht vor der Sonne erretten.« Da nahm der Mann ihn aus der Falle und ließ ihn laufen. Ehe er aber in dem Dickicht der Bäume verschwand, sprach der Affe zu dem, der ihm das Leben geschenkt hatte: »Höre meinen Rat! Tue keinem Menschen Gutes; denn unter den Menschen gibt es keine Dankbarkeit. Tust du einem heute Gutes, so erweist er dir morgen Böses.« Am folgenden Tage saß eine Schlange in der Falle. Da wollte der Mann hinlaufen und seine Freunde rufen, daß sie ihm helfen sollten, die Schlange zu töten. Sie rief ihn aber zurück und sprach: »Komm zurück, du Kind der Menschen, rufe sie nicht, die mich töten würden. Schenke mir heute das Leben; du weißt nicht, welchen Dienst ich dir vielleicht schon morgen erweisen kann. Nur Menschen vergelten Gutes mit Bösem.« Da ließ er ihr die Freiheit und das Leben. Als der Mann am folgenden Tage zu seiner Falle kam, war ein alter Löwe darin. Den wollte er töten. Da sagte der Löwe: »Errette mich vor der Sonne, so will ich dich vor dem Regen schützen.« Der Mann gab ihm die Freiheit. Ehe der Löwe fortlief, sagte er: »Du hast mir Gutes erwiesen und sollst es nicht bereuen; denn ich bin kein Mensch. Menschen sind nie dankbar.« Am anderen Tage war ein Mensch in die Falle geraten, den befreite der Mann. Kurze Zeit darauf brach im Lande eine Hungersnot aus. Als der Mann, welcher so gut verstand, Fallen zu stellen, sah, daß er und die Seinen bald arg würden hungern müssen, sprach er zu seiner Mutter: »Backe mir sieben Kuchen. Dann will ich fortgehen und sehen, wo ich etwas Speise finden kann. Vielleicht kann ich etwas Wild erlegen oder in der Falle fangen; vielleicht finde ich Früchte.« Sie tat, wie er gebeten hatte, und er ging fort. Im Walde aber verirrte er sich, und es verging Tag um Tag und Nacht um Nacht, ohne daß er seinen Weg wiederfand. Von seinem Vorrat hatte der Mann schon sechs Kuchen verzehrt, und nur einer war ihm noch geblieben. Um ihn herum wurde der Wald immer dicker, die Wildnis immer undurchdringlicher. Was sollte daraus werden? Da begegnete ihm ein Affe. »Wo gehst du hin, du Sohn der Menschen?« redete der den Verirrten an. »Ich kann meinen Weg nicht finden; ich weiß nicht ein, noch aus!« antwortete der Mann. »Ruhe dich hier aus,« sagte der Affe. »Jetzt will ich dir das

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