Suche

Märchenbasar

Tritt ein und lass dich verzaubern

Hier dreht sich alles um die phantastische Welt der Märchen und davon bekommst du jede Menge geboten. Über 4000 klassische und sehr viele brandneue Märchen warten auf dich.

Märchenbasar-Trenner

Die Zauberschachteln

Ekute, der Dummling, beschloss eines Tages, den verstorbenen Verwandten seiner Mutter einen Besuch abzustatten. Ekute hatte nämlich nur die Mutter und drei Brüder im Dorf, sonst besaß er gar nichts, auch keine Frau, und seine Brüder hatten ebenfalls nichts. Aus diesem Grund machte er sich also auf, um seine Verwandten der mütterlichen Seite, nämlich die Totengeister, zu besuchen. Bald kam er in einen großen Wald, der war voller Tierfährten. Es dauerte nicht lange, da traf er einen Quastenstachler, der seinem Jagdhund eine Glocke um den Hals gehängt hatte, damit er anderen Quastenstachlern nachspüre – denn die hätten, so erzählte er Ekute, die Kassava seiner Mutter aufgegessen. Erstaunt fragte Ekute: „Wie kommt es, dass du Quastenstachler tötest? Bist du nicht selbst einer?“ Da antwortete der: „Ach, daran sind nur die Totengeister schuld. Kehr um und geh nicht zu ihnen!“ Aber Ekute lief weiter. Bald darauf traf er einen Vogel, der eine Falle aufstellte, um seine Artgenossen zu fangen. Da fragte Ekute wieder: „Wie kommt es, dass du Vögel töten willst? Bist du nicht selbst ein Vogel?“ – „Ach“, sprach der Vogel, „daran sind nur die Totengeister schuld. Kehr um und geh nicht in ihr Land.“ Ekute aber setzte seinen Weg fort und traf zwei Schweine, die hoben eine Fallgrube aus, um andere Schweine zu töten. Sie täten es, erklärte das eine Schwein auf Ekutes Frage, weil die anderen Schweine die Kassava ihrer Mutter aufzufressen pflegten. Da fragte Ekute abermals: „Wie kommt es, dass ihr Schweine töten wollt, wo ihr doch selbst zur Familie der Schweine gehört?“ Und die Schweine gaben zur Antwort: „Daran sind die Totengeister schuld. Kehr um und geh ins Land der Menschen zurück!“ Ekute aber wollte sich nicht raten lassen, bis das eine Schwein schließlich sagte: „Ach, Ekute, ich dachte, du hättest nun allmählich etwas Verstand bekommen. Aber ich sehe, du bist noch so dumm wie früher. Geh nur deiner Wege, geh, wohin es dir beliebt.“ Dann begegnete Ekute einer Antilope, die ein Netz aufgestellt hatte. Er fragte sie: „Was machst du denn hier mit dem Stellnetz?“ – „Wie kannst du nur so dumm fragen, Ekute“, erwiderte die Antilope. „Ich bin hier, um die anderen Antilopen zu fangen.“ Ekute konnte sich das alles nicht erklären, aber die Antilope fragte nun ihrerseits: „Wo willst du denn hin?“ Ekute sagte, dass er die Verwandten seiner Mutter besuchen wolle. Da sprach das Tier: „Dann geh nur diesen Weg, den ich gekommen bin, immer geradeaus, bis du an eine verlassene Lichtung kommst, dort bist du ganz nahe bei ihrem Dorf.“ Ekute ging weiter und kam noch an vielen Tieren vorbei, Elefanten, Schirrantilopen und vielen anderen, die alle auf der Treibjagd waren. So ging er lange Zeit, drei ganze Tage, bis er endlich in ein Dorf kam. Hier traf er einen Mann, der fragte ihn: „Nun, wohin willst du denn?“ Ekute antwortete: „Ich will die Ahnen meiner Mutter besuchen. Bin ich hier richtig?“ Da erwiderte der Mann: „Jawohl. Geh nur in das nächste Dorf, da wirst du sie alle finden.“ So ging denn

Weiterlesen »

Gefällt dir das Projekt Märchenbasar?

Dann hinterlasse doch bitte einen Eintrag in meinem Gästebuch.
Du kannst das Projekt auch mit einer kleinen Spende unterstützen.

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß