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Märchenbasar

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Prinz Johann und Prinzessin Windhauch

Es war einmal der Himmel weiss wo, irgendwo noch weit über dem operenzianischen Meere war einmal ein König. Dieser König hatte einen Sohn und der hiess Johann. Einmal da sagte der König zu seinem Sohne: „Du musst jetzt auf Reisen gehen, mein Sohn, über siebenmal sieben Lande, damit du etwas von der Welt siehst, so wird dann schneller etwas aus dir werden.“ Prinz Johann machte sich also auf die Sohlen, warf ein Ränzel über den Rücken, nahm einen derben Knotenstock mit auf die Reise und zog aus über siebenmal sieben Lande, etwas von der Welt zu sehen. Wie er so nur immer weiter und weiter geht, begegnet er auf einmal einem langen, dünnen Mann. „Gott gebe Euch einen guten Tag!“ sagt der Dünne. „Auch dir!“ antwortete der Prinz – „wer bist du, und was ist dein Gewerbe?“ „Ich bin Blitzgeschwind und kein anderer. Wenn ich anfange zu laufen, bin ich so schnell wie der Blitz.“ „Nun, das wäre ja sehr schön“ – sagt Johann – „wenn du wirklich so schnell laufen könntest, als du sagst.“ Gerade in diesem Augenblicke sprang ein wunderschöner, stattlicher Hirsch aus dem Walde; wie das der Prinz sieht, sagt er zu Blitzgeschwind: „Wenn du also so schnell laufen kannst als der Hirsch, so fange ihn.“ Das lässt sich Blitzgeschwind nicht zweimal sagen, er streift seine Gatya hinauf, springt dem Hirsch nach und mögt ihr’s jetzt glauben oder nicht glauben, es ist so wahr, wie meine Faust, mein Ellbogen kann es bezeugen, dass es genau so ist, ich war selbst dabei, wie es erzählt wurde, kurz mit drei Schritten holte er den Hirsch ein. „Hättest du nicht Lust, mein Kumpan zu werden?“ frägt ihn der Prinz, wie er ihm den Hirsch hinbringt. „Na und ob, mit tausend Freuden!“ Nun jetzt zogen sie also schon zu zweien ihre Strasse, und wie sie so unterwegs von dem und jenem sprechen und plaudern, begegnen sie einem starken, breitschultrigen Mann. „Gott gebe Euch einen guten Tag!“ – sagt der Breitschultrige. „Auch dir,“ antwortete der Prinz, „wer bist du und was ist dein Gewerbe?“ „Ich bin Bergträger und kein anderer, auf meinem Rücken kann ich mit Leichtigkeit jeden beliebigen Berg tragen, wie gross er auch sei.“ „Der Tausend! Versuchen wir das“ – sagt ihm der Prinz Johann – „das wäre ja sehr schön, wenn es nur wahr ist.“ Da nahm Bergträger einen grossen Berg auf den Rücken und trug ihn, dass es eine helle Freude war. „Ach, das ist schön, ach, das ist schön! Hättest du nicht Lust, unser Kumpan zu werden?“ „Na und ob, mit tausend Freuden!“ Nun jetzt zogen sie also schon zu dreien ihre Strasse. Nach einer Zeit begegnen sie einem Mann mit einer auffallend breiten Brust. „Gott gebe Euch einen guten Tag!“ – sagt der mit der breiten Brust. „Auch dir“ – antwortete Prinz Johann – wer bist du und was ist dein Gewerbe?“ „Ich bin Blasebalg und kein anderer und kann so stark blasen, dass ich nur eins zu blasen brauche und gleich fliegen alle Hausdächer wie

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