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Die Froschprinzessin
Ein Wirth hatte drei Söhne, zwei kluge und einen dummen; die klugen Söhne wurden gut gekleidet und gut behandelt, der dumme, welcher Hans hieß, mußte nur immer das Vieh hüten. Als nun die Söhne erwachsen waren, sagten die beiden klugen zu den Eltern: »Liebe Eltern, ihr müßt uns in die Welt schicken, denn wir lernen hier zu Hause doch nichts und möchten doch gerne etwas rechtes werden.« Der eine wollte die Müllerei und der andere das Fleischerhandwerk lernen. »Ja ja,« sagten die Eltern, »das sollt ihr, lieben Söhne,« und fingen auch gleich mit der Ausrüstung an. Als der Dumme davon hörte, sagte er: »Wie ihr in die Welt geht, so gehe ich auch, ich will auch was lernen.« Das wurde aber von den Andern gar nicht beachtet, auch wurde zu seiner Ausstattung nichts besorgt. So sammelte er sich denn selbst alle Brodüberreste, die er nicht aufaß, in einen Sack, und als die beiden Brüder ihre Wanderschaft antraten, ging er mit. Im nächsten Walde kamen sie an einen Kreuzweg, die klugen Brüder gingen nach der einen Seite, der Dumme nach der andern. Nun ging er denn im Walde und ging immer weiter, ohne hinauszukommen, sein Vorrath an Brod ging ihm aus, daß er sich Beeren lesen mußte, aber das reichte nicht hin, seinen Hunger zu stillen, und er fing schon an, vor Hunger und Beschwerden zu weinen, da sieht er in der Ferne ein Lichtchen schimmern, nimmt noch die letzte Kraft zusammen und erreicht das Hüttchen, aus dem der Lichtschein kam. Er geht hinein und sagt seinen Gruß, so wie er es von andern Leuten gehört hat. Es war aber Niemand darin als ein Frosch, der ihm denn auf seinen Gruß dankte und ihn fragte, was er haben wollte. »Ach,« sagt er, »meine Brüder sind in die Welt gegangen, etwas zu lernen und ihr Glück zu machen, sie hofften auch, reiche Bräute zu gewinnen, und versprachen, der Mutter von denselben schöne Geschenke mitzubringen; da bin ich denn auch gegangen und wollte sehen, ob es mir nicht auch so gelingen möchte.« »Wenn du willst,« sagt der Frosch, »so kannst du auch bei mir dienen du sollst ein gutes Leben und leichte Arbeit haben; ich verlange von dir nichts weiter, als daß du mich nur immer auf einem weißen Atlaskissen herumträgst.« Das gefiel dem Dummen und er dachte: »Warum sollt ich nicht bleiben?« So blieb er denn und trug den Frosch immer ganz sanft auf dem Kissen herum und hatte immer gutes Essen und Trinken. Als er nun zwei Jahre dort gewesen war, wurde er still und traurig, und der Frosch fragte ihn: »Dummes Hänschen, was fehlt dir?« »Ja,« sagte er, »nun kommen meine Brüder wahrscheinlich aus der Welt zurück und bringen der Mutter von ihren Bräuten schöne Geschenke mit, und ich habe keine Braut, und habe gar nichts, kann auch gar nicht nach Hause.« »Dafür kann ja Rath geschafft werden,« sagte der Frosch, »gehe nur heute noch ruhig schlafen, morgen wird sich alles finden.« Das thut denn Hänschen auch, und am Morgen