Tritt ein und lass dich verzaubern
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Der verzauberte Wald
Im tiefen Sequoienwald lebte in der Felsenhöhe eine alte Hexe.Manche Hexen verderben sich mit dem Atem das Wasser der Waldquellen und machen es ungenießbar.andere kämmen sich Nebelschaden aus den Haaren und werfen sie den Wanderern in den Weg,damit sie sich verirren.Die Hexe aus der Felsenhöhle hängte hölzerne Käfige an die Bäume.Sie verwandelte Mädchen in Vögel und sperrte sie in Käfige.Die Holzfäller,die um Mittag auf der Waldschneise ausruhten und dem Gesang der Vögel lauschten,ahnten nicht,daß es dem Stimmen der Mädchen waren.Eines Tages ging die schöne Melinda mit Jonathan,ihrem Bräutigam,am Waldrand spaziern. „In den Wald wollen wir aber nicht lieber gehen“,sagte Jonathan.Man hört allerlei von einer Hexe,die dort leben soll. „Ach,ein paar Schritte nur,die schöne gelbe Blume unter der Sequoie dort will ich pflücken“,sagte Melinda,und sie lief in den Wald.Jonathan zögerte ein wenig,aber dann ging er seiner Braut doch nach. „Ach,die blaue Blume noch!“rief Melinda,und sie lief weiter in den Wald hinein.Nachdem sie die blaue Blume gepflückt hatte,entdeckte sie eine rote und eine weiße.Melinda lief weiter und weiter,immer tiefer und tiefer in den Wald hinein, und ihr Bräutigam folgte ihr.Die alte Hexe wußte sehr wohl,wie man die jungen Mädchen am besten anlockte.sie pflanzte im Wald jeden Morgen die schönsten Blumen.Und in den Käfigen sangen lieblich die Vögel.Melinda ging wie im Traum den Blumen und dem Gesang nach.“Laßt uns umkehren“,sagte Jonathan zu Melinda,als sie vor einem hohen Felsen angelangt war.“Nur noch das blaue Blümchen vor der Höhle dort will ich pflücken“,sagte Melinda.Kaum aber hatte das Mädchen die Blume berührt,kam aus der Höhle die alte Hexe,faßte es bei der Hand und verwandelte es in einen Vogel. Die Hexe öffnete einen leeren Käfig,setzte den Vogel hinein und hängte den Käfig an eine Sequoie. Sieben Tage verbrachte Jonathan,ohne daß er ein Auge zutat,unter dem Baum.Dann machte er sich auf und zog in die weite Welt hinaus.Er ging und ging und dachte auf Schritt und Tritt nur an Melinda,die von der Hexe in einen Vogel verwandelt war.Auf seinem weg fragte er jeden,der ihm begegnete,ob er ein Mittel wüßte,mit dem er seiner Braut helfen könne,denn sobald er dem Baum an dem der Vogelkäfig hänge,berührt habe,sei er nicht einmal mehr imstande gewesen,einen Finger zu rühren.Aber niemand wußte ihm zu raten.“Einer Hexe ist nicht beizukommen“,sagten die Farmer und die Holzfäller und schüttelten die Köpfe und meinten:“So eine Hexe,ist gerissener als wir alle zusammen,mit der wird man nicht fertig.“ Einmal übernachtete Jonathan bei seinem alten Müller.Und dieser sah seinem Gast schnell an,daß er einen großen Kummer mit sich herumtrug.“Hör mal“,sagte er zu Jonathan,“mir scheint,daß dir etwas Schlimmes zugestoßen ist.Willst du es mir nicht erzählen?“ „Ach,ihr könnt mir doch nicht helfen“,sagte Jonathan seufzend.“aber wenn ihr es unbedingt wiessen wollt:In einem Sequoienwald gibt es eine Hexe und die hat meine Braut in einen Vogel verwandelt und in einen Käfig gesperrt.“ „Wenn es weiter nichts ist“,sagte darauf der Müller, „so weiß ich dir wohl zu raten.Gehe und suche die Blume mit dem blauen Tautropfen.Hast du sie gefunden,mußt du sie sehr vorsichtig in den Seqquoienwald tragen,damit der blaue Tautropfen nicht auf die Erde fällt.wenn der