Suche

Märchenbasar

Tritt ein und lass dich verzaubern

Hier dreht sich alles um die phantastische Welt der Märchen und davon bekommst du jede Menge geboten. Über 4000 klassische und sehr viele brandneue Märchen warten auf dich.

Märchenbasar-Trenner

Der Florentiner

Es war einmal ein Florentiner, der jeden Abend in Gesellschaft ging und Leute hörte, die gereist waren und viele schöne Dinge gesehen hatten. Er war immer in Florenz geblieben, hatte nichts zu erzählen und hielt sich für einen Dummkopf. Er bekam eine große Lust zu reisen. Geld hatte er, und eines schönen Tages entschloß er sich, packte seinen Koffer und reiste ab. Er geht und geht, und als es Nacht wird, findet er sich beim Hause eines Pfarrers. Er klopft und bittet um Herberge für die Nacht. Im Gespräch mit dem Pfarrer beim Abendessen erzählte er, warum er auf die Reise gegangen war. Der Pfarrer, als er das gehört hatte, sagte: »Auch ich möchte gern ein Stück Welt sehen und etwas erzählen können. Wenn es euch recht ist, gehen wir zusammen.« – Der Florentiner war hocherfreut, Gesellschaft gefunden zu haben. So gingen sie zu Bette und brachen am anderen Morgen zusammen auf. Bei Dunkelwerden kamen sie zu einem Landsitz und baten den Verwalter um Aufnahme. Und auch dieser, als er hörte, weshalb sie reisten, bekam Reiselust und sagte, er wolle anderen Tags mit ihnen gehen. Wirklich machten sie sich tags darauf alle drei auf den Weg. Als sie eine Weile gewandert waren, vertieften sie sich in einen Wald und fanden darin eine prachtvolle Straße, auf der sie lange fortgingen. Sie führte sie endlich zu einem herrlichen Palast. Da klopften sie an, und der Riese, der darin wohnte, öffnete ihnen in Person, und da sie um Nachtquartier baten, ließ er sie eintreten. Er fragte, wohin sie gingen, und sie sagten: »Wir wollen etwas herumschweifen.« – »Gut,« sagte der Riese zum Florentiner. »Wenn ihr aber bei mir bleiben wollt, in meiner Pfarre fehlt ein Pfarrer, in der Faktorei ein Faktor, und auch für den dritten wird sich eine Stelle finden.« – Alle drei nahmen an und blieben bei dem Riesen, der jedem eine Kammer gab und ihnen sagte: »Morgen werde ich jedem seine Stelle anweisen.« Am Tage darauf kommt der Riese, holt den Pfarrer und nimmt ihn mit sich in ein Zimmer. Der Florentiner, sachte, sachte, geht ihnen aus Neugier nach, hält das Auge ans Schlüsselloch und sieht, daß der Riese dem Pfarrer ein paar Blätter zeigt und, während der sie betrachtet, plötzlich einen Säbel nimmt, ihm den Kopf abhaut und ihn in einen Steinkasten wirft, der in dem Zimmer steht. Das haben wir gut gemacht, daß wir hieher gekommen sind! sagte der Florentiner. Als sie zu Mittag aßen, sagte der Riese: »Den Pfarrer habe ich an seine Stelle gebracht. Jetzt werde ich dem Faktor zu seiner verhelfen.« – Nach Tische nimmt er den Faktor und führt ihn in dasselbe Zimmer, und der Florentiner hinterdrein. Durch das Schlüsselloch sieht er, daß der Riese den Schreibtisch öffnet, ein paar Blätter herausnimmt und sie dem Faktor zeigt, dann, während der sie durchsieht, ihm einen Hieb mit dem Säbel gibt, ihm den Kopf abhaut und ihn auch in den steinernen Kasten wirft. Jetzt kommt die Reihe an mich! sagt der Florentiner. Beim Nachtessen sagt der

Weiterlesen »

Gefällt dir das Projekt Märchenbasar?

Dann hinterlasse doch bitte einen Eintrag in meinem Gästebuch.
Du kannst das Projekt auch mit einer kleinen Spende unterstützen.

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß