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Einstmals, so erzählt man, fing ein Bauer einen Kobold und hielt ihn längere Zeit gefangen. Dieser gab ihm drei Wünsche frei, wenn er ihn loslassen würde, denn er wollte von den Menschen nicht erblickt werden. Der Bauer war einverstanden damit und gab seinem Weibe, als er heimgekehrt war, zweier Wünsche Gewalt, während er den dritten für sich behielt, doch schenkten sie beide der Sache wenig Beachtung.
Längere Zeit war schon verstrichen, ohne daß sie einen Wunsch geäußert hätten, da geschah es eines Tages, daß sie beim Mittagsmahl das Rückgrat eines Schafes benagten, aus welchem das Mark hervorlugte. Die Frau hätte das Mark gar zu gern gegessen, aber mit den Händen konnte sie es nicht erreichen. Sie wünschte sich also, daß der Bauer einen Schnabel bekäme wie ein Wiedehopf, und kaum war der Wunsch ausgesprochen, so war er auch schon erfüllt. Der erstaunte Bauer hatte nichts Eiligeres zu tun, als sich seinen Schnabel wieder wegzuwünschen, und auf diese Weise hatten sie schon zwei der Wünsche vergeudet, ohne den geringsten Nutzen davon zu haben. So geht es, wenn die Dummen sich zu sehr auf die Worte der Schlauen verlassen, die sie doch nur zum Narren halten und betrügen wollen.
Längere Zeit war schon verstrichen, ohne daß sie einen Wunsch geäußert hätten, da geschah es eines Tages, daß sie beim Mittagsmahl das Rückgrat eines Schafes benagten, aus welchem das Mark hervorlugte. Die Frau hätte das Mark gar zu gern gegessen, aber mit den Händen konnte sie es nicht erreichen. Sie wünschte sich also, daß der Bauer einen Schnabel bekäme wie ein Wiedehopf, und kaum war der Wunsch ausgesprochen, so war er auch schon erfüllt. Der erstaunte Bauer hatte nichts Eiligeres zu tun, als sich seinen Schnabel wieder wegzuwünschen, und auf diese Weise hatten sie schon zwei der Wünsche vergeudet, ohne den geringsten Nutzen davon zu haben. So geht es, wenn die Dummen sich zu sehr auf die Worte der Schlauen verlassen, die sie doch nur zum Narren halten und betrügen wollen.
[Ernst Tegethoff: Französische Volksmärchen]