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Märchenbasar

Pixie, der kleine gute Troll des Hofes

Der Pixie ist ein lustiger kleiner Geselle. Er hat nur fünf Finger an jeder Hand und keinen Daumen. Aber es ist wohl dennoch am besten, sich gut mit ihm zu stellen., denn mit seinen acht krummen Fingern hat er schon so manchen gepackt und schwer in Mitleidenschaft gezogen, so dass er für den Rest seines Lebens ein Krüppel blieb. Andererseits ist der Pixie aber gar nicht unbedingt so böse, vorausgesetzt, er bekommt seinen heißgeliebten Haferbrei, den er nun einmal einfach braucht. Und Haferbrei mit einem Klecks Butter ist eine angemessene Bezahlung für all die harte Arbeit, die er leiste. Er hütet die Kühe und behält die Pferde im Auge, stiehlt Heu und Getreide vom Nachbarhof und strengt sich normalerweise sehr an, um den Bauern zu helfen, bei dem er lebt. Ein Hof ohne Pixie ist nicht viel wert. Aber wenn es um Witze geht, ist er der größte. Überall, auf dem Heuboden und in der Scheune, kann man ihn kichern und lachen und sich hämisch freuen hören. Üblicherweise sitzt es im Mondlicht auf dem Scheunenbalken und lässt seine Beine baumeln. Hin und wieder verschwindet er ganz plötzlich, um eine Katze in die Pfote zu zwicken oder den Wachhund zu ärgern. Nachts ist es nicht gerade angenehm und dem Pixie zuzuhören. Manchmal hört man nur ein leises Geräusch, dann auf einmal beginnt es zu pfeifen und zu zischen, bis auf einmal ein höllischen Lärm losbricht: Zinkeimer fallen zu Boden, leere Töpfe und Flaschen purzeln durcheinander, und überall um einen herum hört man ein leises Getrappel, wie von hundert Rattenpfötchen. Und auf einen Schlag ist wieder alles ruhig. Und so kann das die ganze Nacht weitergehen. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass die meisten Menschen nicht das Bedürfnis haben aufzustehen und nur mit dem Nachthemd bekleidet auf dem Dachboden zu klettern, um nachzusehen, was vor sich geht.

Quelle:
(Unbekannt-Norwegen)

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